Versorgung der Kommunen mit Jod-Tabletten

Nach jüngsten Presseberichterstattungen hat die nordrhein-westfälische Landesregierung flächendeckend für alle Schwangeren und Minderjährigen in Kommunen im Umkreis von 100 Kilometern des Kernkraftwerks Tihange in Belgien Jod-Tabletten als Vorsorge für einen nicht auszuschließenden atomaren Störfall geordert. Inwieweit die Jod-Tabletten im Ernstfall tatsächlich die Bevölkerung schützen, ist umstritten.

Daher haben meine Kollegin Susanne Schneider und ich eine Kleine Anfrage gestellt. Die Antwort der Landesregierung finden Sie hier.

Zur aktuellen Diskussion um die Ausgabe von Jod-Tabletten habe ich darüber hinaus erklärt: „Die FDP nimmt die Sicherheitsbedenken und die Verunsicherung der Menschen wegen Tihange sehr ernst. Aber statt die Ängste der Bürgerinnen und Bürger durch Aktionismus zu schüren, sollte die Landesregierung dafür sorgen, Probleme zu lösen. Nötig ist eine gemeinsame, verantwortungsvolle, europäische Energiepolitik und ein Abkommen mit Belgien beim Strahlenschutz, nicht eine Landesregierung in der Rolle des Apothekers. Zudem ist diese Landesregierung, die selbst den Überblick über Atomkugeln verliert, nicht als Nachhilfelehrer für die belgischen Nachbarn geeignet.“

Zurück