Umweltminister muss Ärmel hochkrempeln

Zur Vorstellung des Umweltbericht 2013 habe ich erklärt: „Das Fortschreiten des Artensterbens in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin besorgniserregend. In NRW sind etwa 45 Prozent der beobachteten Arten gefährdet, bedroht oder bereits ausgestorben.“ Umweltminister Remmel sei in der Pflicht, die dringend notwendige Trendumkehr einzuleiten.

 

„Wir benötigen einen ganzheitlichen Ansatz zum Schutz der biologischen Vielfalt. Im bisherigen täglichen Regierungshandeln des grünen Umweltministers ist das leider nicht zu erkennen.“ Stattdessen würde die Umweltpolitik dem Klimaschutz per se untergeordnet, mit teils gravierenden Auswirkungen für die heimische Natur und die Menschen – etwa bei dem von den Grünen forcierten Ausbau der Windkraft im Wald. „Mit diesem vermeintlichen Klimaschutzansatz um das Weltklima zu retten, wird einzig die Gefährdung sensibler Ökosysteme verschärft“, sagt Höne.

Auch das EEG belegt eindrucksvoll wie gefährlich gut gemeinter, aber schlecht gemachter Klimaschutz für Artenvielfalt und Naturschutz in NRW ist. „Der EEG-geförderte Anbau von Energiemais treibt in manchen Regionen die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen nach oben, so dass es sich nicht mehr lohnt, Flächen unter den Vertragsnaturschutz zu stellen, weil die Landesförderung mit den Entwicklungen nicht schritthalten kann“, kritisiert Henning Höne.

Die Antwort hierauf könne aber nicht sein, den freiwilligen Naturschutz im Nachhinein durch ordnungsrechtlichen Zwang vorzuschreiben, wie es Umweltminister Remmel favorisiert. Damit werden Symptome bekämpft, nicht Ursachen. „Stattdessen muss die Fehlsteuerung im EEG beseitigt werden, damit die Stromverbraucher nicht über die EEG-Umlage gezwungen sind, die Gefährdung unseres Naturerbes zu unterstützen“, fordert Höne.

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