Von den Piraten lernen heisst...

Der Wahlerfolg der Piraten in Berlin am vergangenen Sonntag hat die deutsche Politik sichtlich überrascht. Das Online-Magazin vom Radiosender 1LIVE hat darum bei den Jugendorganisationen der Parteien in NRW mal nachgefragt, was sich jetzt ändert.

 

Ich persönlich glaube, dass man von der Transparenz und Basisnähe der Piraten durchaus lernen kann. Das gilt allerdings weniger für die politischen Jugendorganisationen (gemeint sind alle) als für deren Mutterparteien. Hier gibt es viele Aktivitäten im Netz und nur sehr geringe Hürden sich einzubringen. Diskutieren und Abstimmen - auf den meisten Ebenen junger Politik ist das von Anfang an möglich. Das muss auch so sein, schließlich sollen politische Jugendorganisationen auch an Politik heranführen, erklären und begeistern.

Die Notwendigkeit eines totalen Umsturzes der deutschen Parteistruktur sehe ich jedoch nicht. Für manche mögen Vorstände und Delegierte, Satzungen und Geschäftsordnungen starr und altbacken wirken. Ich persönlich glaube jedoch, dass diese auch eine gewisse Qualität garantieren. Sowohl in Bezug auf politische Inhalte, als auch auf das Personal. Die Äußerungen des Berliner Spitzenkandidaten der Piraten zur Staatsverschulung ("Viele Millionen Euro.") sind ein recht gutes Beispiel.

Die Lösung liegt also wie so oft in der Mitte. Die JuLis NRW arbeiten im Moment daran, die FDP in Nordrhein-Westfalen mehr in diese Richtung zu bekommen. Der Landesvorstand bereitet aktuell Satzungsänderungsanträge vor, die zum Beispiel die Rederechte auf Landesparteitagen ausweiten und die Mitarbeit vor Ort attraktiver machen sollen.

Link: Artikel auf einslive.de: Von Piraten lernen

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