Im grünen Weltbild ist nur Platz für Einheitsgrößen

Mit Unverständnis reagiert der verbraucherschutzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Henning Höne, auf den Vorstoß der Grünen, Weinflaschen mit Pfand belegen und Lebensmittelglasgrößen auf maximal acht beschränken zu wollen. Der aktionistischen Forderung der Grünen nach der Einführung eines Pfandsystems für Weinflaschen als Reaktion auf die Krise des Dualen Systems erteilt Höne eine Absage.

 

„Reiner Priggen stellt zu Recht fest, dass das Duale System in der Krise steckt. Jetzt aber eine Ausweitung der Pfandpflicht auf Glasflaschen zu fordern, geht völlig an der Sache vorbei“, sagt Höne. Denn der Grüne Punkt betreffe Verkaufsverpackungen aus Kunststoff und Metall. „Dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen geht es daher offenbar darum, das Profil der Grünen als Bevormundungs- und Gängelungspartei zu stärken.“

Höne: „Künftig sollen wir Verbraucher mit acht Glasgrößen für Lebensmittel auskommen müssen, weil im grünen Weltbild anscheinend nur Platz für Einheitsgrößen ist. Das wird der Produktvielfalt im Handel nicht gerecht und offenbart ein absurdes Weltverständnis, das die Probleme nicht löst.“

Auch der aktionistischen Forderung nach der Einführung eines Pfandsystems für Weinflaschen erteilt eine Höne eine Absage. Zuerst müsse die Praxistauglichkeit geprüft werden: „Welche negativen Auswirkungen auf das Weltklima gibt es, wenn Weinflaschen zur Wiederverwendung künftig zurück nach Südafrika, Spanien oder Kalifornien transportiert werden sollen?“, fragt Höne.

Statt neuen Pfandpflichten den Weg zu bereiten, sollten sich die Grünen für eine grundsätzliche und vor allem praxisgerechte Reform des Recycling-Systems einsetzen, um die Glasverwertung voran zu bringen.

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