Berufsnavigator: Verwaltung muss sich erklären

In der Allgemeinen Zeitung vom 26.10.2010 wird berichtet, dass die Leiterin der Bundesagentur für Arbeit in Coesfeld, Frau Barbara Ossyra, sich auch eine Förderung von Projekten abseits des Berufsnavigators vorstellen könnte. Diese Aussage und die Auskunft der Volksbanken, ebenfalls nicht an den Berufsnavigator gebunden zu sein, hat die FDP-Fraktion dazu veranlasst, den Beschluss des Kreistages zu diesem Thema zu beanstanden.

 

Zur Erinnerung: Auf Initiative der Liberalen hatten die Fraktionen von SPD, Grünen, UWG und FDP gemeinsam beantragt, die Förderung des Kreises nicht an einen bestimmten Anbieter von Berufswahlorientierungsprojekten zu binden. Gemeinsamer Wunsch der Fraktionen war es, den Schulen selbst die Wahl zu ermöglichen. Dieser Antrag wurde von CDU und Verwaltung kritisiert, da die externen Unterstützer (Bundesagentur für Arbeit und Volksbanken) ihre Zusagen angeblich an den Berufsnavigator gebunden hätten.

Henning Höne, schulpolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion: "Die Verwaltung hat entweder nicht richtig nachgefragt, oder aber Informationen bewusst zurückgehalten. In beiden Fällen muss der Vorgang aufgeklärt werden. Wir werden dieses Thema in der nächsten Sitzung des Kreistages erneut auf die Tagesordnung heben und uns für eine größtmögliche Entscheidungsfreiheit der Schulen einsetzen."

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