Energieeffizienz: Diskussion mit encadi

Auf Initiative von encadi-Geschäftsführer Jörg Müller statteten der Landtagsabgeordnete Henning Höne und der Münsteraner FDP-Kreisvorsitzende Jörg Berens dem Unternehmen einen Informationsbesuch ab. Vorrangiges Ziel des Treffens war die Diskussion der Möglichkeiten, die dezentrale Versorgungskonzepte für Strom, Wärme und Kälte für Krankenhäuser und öffentliche Liegenschafter, aber auch für Industrie, Handel und Gewerbe bieten.

 

Darüber hinaus wurde die Frage diskutiert, ob nachhaltige Einsparungen bei Energieverbrauch und -kosten nicht wieder stärker in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion rücken müssen, wenn die ehrgeizigen Ziele der EU-Energieeffizienzrichtlinie in den nächsten Jahren realisiert werden sollen. Die Richtlinie fordert eine Einsparung von jährlich 1,5 Prozent des durchschnittlichen jährlichen Endenergieabsatzes der Jahres 2010-2012 im Zeitraum von 2014 bis 2010.

Müller führte als Unterzeichner der Selbstverpflichtung der Allianz für Klimaschutz der Stadt Münster an, dass er noch gewaltiges Einsparpotenzial bei Strom, Wärme oder Kälte auch gerade regional sehe und stellte das Beispiel eines mittleren Krankenhauses vor, dass mit Hilfe von encadi seinen STromverbrauch für Beleuchtung um rund 70 Prozent durch einen Umstieg auf neue LED-Technik reduziert habe. Dabei sei durch ein neuartiges Leasingmodell kein Investitionsaufwand beim Krankenhausbetreiber entstanden, vielmehr würden die Leasingkosten durch die Einsparungen refinanziert. "Dieses Modell ist im Grundsatz auf jedes Großgebäude umsetzbar, etwas für den Verwaltungskomplex einen Industrieunternehmens wie auch für Liegenschaften von Stadt, Kreis oder Land," erläuterte Müller.

Der FDP-Kreisvorsitzende Münster Jörg Berens nahm die Anregung auf, die Initiative "Allianz für Umweltschutz" der Stadt Münster und deren Mitglieder zu nutzen für eine weitergehende Analyse der Opionen zur Energiekosteneinsparung gerade auch im öffentlichen Sektor.

Henning Höne bestätigte, dass er für die NRW-Landespolitik die Notwendigkeit sehe, bei der Diskussion über die Umsetzung der Energiewende die Energieeffizienz wieder stärker zu fokussieren. Der Umbau der Versorgungsstrukturen zu erneuerbaren Energien sei zwar unumstritten, aber es gelte der Grundsatz, dass jede nicht verbrauchte Kilowattstunde weder konventionell noch mit erneuerbaren Energien erzeugt werden müsste. Damit würde ein effizienter Beitrag zur Energiewende geleistet, der letztlich auch die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft stärke.

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