Berufsnavigator: Informationslage nicht zufriedenstellend

In der heutigen Kreistagssitzung wurde auf Antrag der FDP-Fraktion erneut über das Berufwahlorientierungsprojekt des Kreises diskutiert. Zur Erinnerung:

 

Ein gemeinsamer Antrag von FDP, Bündnis90/Grüne, SPD und UWG hatte im Kreistag am 29.09.2010 für die Schulen eine Wahlfreiheit zwischen den Anbietern Berufsnavigator und geva gefordert. In der vorangegangenen Sitzung des Schulausschusses war das auch fraktionsübergreifend Konsens gewesen.

Der Vorschlag wurde jedoch abgelehnt, da die Sponsoren (Bundesagentur für Arbeit und Volksbanken) ihre Förderung laut Aussage der Verwaltung an den Berufsnavigator-Test gekoppelt hatten. Im Nachgang stellte sich über einen Artikel in der Allgemeinen Zeitung heraus, dass dies zumindest für die Bundesagentur nicht gelte. Die FDP-Fraktion hatte den Beschluss daraufhin beanstandet.

Auch in der heutigen Sitzung konnte meiner Meinung nach nicht dargestellt werden, dass die Spnsoren eine Ausschließlichkeit ausgesprochen hätten. Vielmehr ist bei beiden Sponsoren von einer Präferenz für den Berufsnavigator zu sprechen, ohne jedoch den geva-Test kategorisch abzulehnen. Es war genau dieser Unterschied, auf den die FDP-Fraktion hinweisen wollte.

Es mag hier um ein Detail gehen. Trotzdem war es wichtig, darauf im Kreistag hinzuweisen. Schließlich können Entscheidungen in der Kommunalpolitik, bei der sich die Entscheidungsträger ehrenamtlich engagieren, immer nur so gut sein wie die Informationen, die von den Verwaltungen vorgelegt werden.

Grundsätzlich unterstützt die FDP aber natürlich weiterhin das Berufswahlprojekt und freut sich über die Unterstützung der Sponsoren.

Zurück