Wie gelingt die Energiewende vor Ort?

Wie gelingt die Energiewende vor Ort? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung mit Henning Höne, klimaschutzpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. Rund 50 Bürger aus Coesfeld-Goxel diskutierten mit Höne sowie von der FDP-Fraktion eingeladenen Fachleuten.

 

Henning Höne erklärte, dass die Energiewende nur zu einem Erfolg gebracht werden kann, wenn die Interessen der Anwohner angemessen geschützt und berücksichtigt werden. „Eine zuverlässige und saubere Energiegewinnung vor Ort gelingt nur, wenn alle Beteiligten - Anwohner, Kommune und die Betreiber der Anlagen - miteinander die beste Lösung erarbeiten, und zwar auf Augenhöhe“ Die Belastungen durch Schlagschatten und Lärm der Windkraftanlagen dürfen nicht vernachlässigt werden, waren sich die Coesfelder Bürger und der FDP-Klimaschutzexperte einig. Holger Kaup bemängelte, dass die Sorgen der Betroffenen oft nicht ernst genug genommen würden: Grundstückspreise könnten sinken, denn wohnen und leben in direkter Nachbarschaft von Windrädern sei für viele Menschen unattraktiv. Von den Betreibern der Anlagen erwarte die Anwohnergemeinschaft einen offenen und fairen Dialog über die Planungen.

Heinz Thier erklärte für die Projektgesellschaft BBWind, dass die Windkraftbranche bemüht sei, Belastungen zu reduzieren. So hoffe man auf die Akzeptanz der Windkraft bei Bürgerinnen und Bürgern. Über die rechtlichen Rahmenbedingungen informierte Sebastian Salewski: Kommunen müssten bestehende Möglichkeiten nutzen, um Einwohner vor unzumutbaren Belastungen zu bewahren.

Einig waren sich alle Beteiligten darin, dass alles für ein Gelingen der Energiewende getan werden müsse, aber dazu zählt nicht der Ausbau der Windkraft um jeden Preis.

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