Rücktritt von Christian Lindner

Am heutigen Vormittag hat Christian Lindner seinen Rücktritt als Generalsekretär der FDP erklärt. Ich habe mich unter anderem gegenüber der Nachrichtenagentur dapd dazu wie folgt geäußert:

 

"Der Rücktritt von Christian Lindner kam überraschend. Die FDP verliert mit ihm einen sehr klugen und profilierten Kopf im Führungsteam.

Sicher ist im Rahmen des Mitgliederentscheids nicht alles rund gelaufen. Fehler wurden aber sowohl auf Seiten der Initiatoren, als auch auf Seiten des Bundesvorstandes gemacht. Vieles wurde auch durch die zum Teil vergiftete Debattenatmosphäre verursacht oder verschlimmert. Diese Dinge muss man nach Bekanntgabe des Entscheid aufarbeiten. Es gilt dann, die Partei wieder zusammenzuführen und auf die Bundestagswahl 2013 vorzubereiten. Diese Vorbereitungen hätte ich gerne mit Christian Lindner gesehen.

Der Rücktritt stellt die FDP vor eine Herausforderung. Es steht schließlich die Vorbereitung der Bundestagswahl 2013 an, bei der wir das viele verlorene Vertrauen zurückgewinnen wollen. Hier hinterlässt Christian Lindner eine große Lücke. Diese Lücke gibt es aber auch bei dem in Arbeit befindlichen Grundsatzprogramm, das er bis zum heutigen Tage maßgeblich geprägt hat. Weitere personelle Veränderungen  - die ja schon gefordert wurden - sind meiner Meinung nach nicht nur nicht notwendig, sondern auch kontraproduktiv. Die Blickrichtung muss vorne sein.

Die Vorwürfe der SPD, es handele sich um ein Bauernopfer, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Generalsekretär, zumal vom Format Christian Lindners, kann niemals ein Bauernopfer sein. Vielmehr spricht eine solche Aussage Bände über die Akzeptanz von Andrea Nahles innerhalb der SPD."

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