CARE: Fehlt Wille oder Fähigkeit?

Im August gab es zahlreiche Medienberichte, nach denen das bislang in Münster ansässige CARE-Institut nach Bayern umzieht - und mit dem Institut auch entsprechende Arbeitsplätze in der Forschung. Die Landesregierung hatte argumentiert, dass die Förderanträge des Instituts nicht mit EU-Recht vereinbar gewesen sein. Daraufhin hatte ich eine Kleine Anfrage gestellt, um nähere Informationen zu erhalten - schließlich gilt in Bayern dasselbe EU-Recht wie in NRW. Hier die Antwort der Landesregierung zu der Kleinen Anfrage.

Die Landesregierung hat mittlerweile auf die Anfrage geantwortet. Die Antwort löst insofern Stirnrunzeln aus, als dass daraus hervorgeht, die Landesregierung hätte seit 2013 nicht mehr an dem Projekt gearbeitet. Im Wissenschaftsausschuss des Landtags hatte Ministerin Schulze den Eindruck erweckt, als hätte ihr Haus bis zuletzt um das Projekt gekämpft.

Es könne darum laut Henning Höne nur zwei Möglichkeiten geben: "1. Das Ministerium ist unter der Leitung von Svenja Schulze nicht dazu in der Lage, Forschern einen geeigneten Weg durch den Dschungel der Bürokratie aufzuzeigen. 2. Svenja Schulze hatte kein Interesse an der Stärkung des Wissenschaftsstandortes Münster. Beide Möglichkeiten sind erschreckend. Nach dem Ausverkauf der Studienfonds schwächt die Landesregierung erneut Münster als Bildungs- und Forschungsstandort."

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